Kunsttherapie

Kunsttherapie

fördert  Entspannung, Konzentration, macht eine direkte Bearbeitung des aktuellen Themas und eine positive Veränderung möglich

Zur kunsttherapeutischen Arbeit


Die spielerische kreative Beschäftigung mit sich selbst und eigenen Themen ist für mich persönlich eine der beglückendsten Erfahrungen, die ich in der Selbsterfahrung machen konnte und noch immer mache. 

Der gestalterische Prozess fördert die Entspannung, aber auch die Konzentration, macht eine direkte Bearbeitung des aktuellen Themas und damit auch eine positive Veränderung möglich, er ist Probehandlung und Psychoregulation. Durch seine Nähe zum Unbewussten sehr ähnlich dem Traum (Traumtheorie nach Freud /Traumarbeit bei Freud, 1900; Schmeer, 1995) kommt der kreative Prozess zudem leichter an wichtige unbewusste eigene Inhalte heran, als es im bloßen Gespräch möglich ist. Aufgrund dieser einzigartigen Nähe zu unbewussten psychischen Inhalten besitzen Traum, kreativer Prozess und das spontane Bild eine besondere Wichtigkeit für intrapsychische Veränderungen. Das Unbewusste gilt in der psychodynamischen Konzeption allgemein auch als Ort der Kreativität und der Ideen. Beim kreativen Schaffensprozess wird der Drang der unbewussten Inhalte, ins Bewusstsein zu gelangen, als Inspiration von außen erlebt (Kris, 1977). Kunsttherapeutische Medien und insbesondere das spontan gemalte Bild als Ich-Symbol bieten sich deshalb aus psychodynamisch-kunsttherapeutischer Sicht geradezu an.

Das daraus entstandene Objekt eröffnet großartige Möglichkeiten, da es Symbol und Symptom in einem ist, ein ganzheitlicher Spiegel, wo auf symbolische Weise Heilung und Wachstum geschehen kann, indem man beispielsweise das Bild (Symbol) positiv verändert. Dies hat in jedem Falle Einfluss auf den bearbeiteten Bereich und das Potential, eine umfassende Veränderung zu initiieren. Viele Menschen, die einmal mit kreativtherapeutischen Verfahren in Kontakt gekommen sind, sind ebenfalls begeistert und schätzen diese Vorteile sehr.

Auf der Seite Arbeitsweise Beratung/ Therapie, die auch ein Fallbeispiel beinhaltet, bekommen Sie einen anschaulichen Eindruck wie ich kunsttherapeutische Medien einsetze und mit anderen Verfahren kombiniere. Die wissenschaftliche Grundkonzeption der Assoziativen Therapie auf der Seite des Praxis-Institutes beschreibt diese Aspekte nochmals sehr differenziert.


Literatur:

•Freud, S. (1900/2001). Die Traumdeutung. Gesammelte Werke. 3./4. Bd., S. Fischer.

•Kris, E. (1977). Die ästhetische Illusion. Phänomene der Kunst in der Sicht der Psychoanalyse. Suhrkamp.

•Schmeer, G. (1995). Das Ich im Bild. Ein psychodynamischer Ansatz in der Kunsttherapie. Klett-Cotta.

•Schuster,M. (2014). Kunsttherapie in der psychologischen Praxis. Springer.


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